Gewerbegebiete am Skandinavienkai

Aktueller Rahmenplan
Rahmenplan_Skandikai_2007-11-26.pdf
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Unter Berücksichtigung des 1996 vorgelegten Hafenentwicklungsplans der Hansestadt Lübeck ist eine Erweiterung der Hafenanlage des Skandinavienkais in Lübeck-Travemünde als größtem Ostseefährhafen geplant.

 

Die geplanten Erweiterungsmaßnahmen sind hier u.a. der Bau eines KV-Terminals, die landseitige Erweiterung der Hafenfläche um 29 ha inkl. Verlegung einer DB-Strecke und zeitverknüpften Neubau von drei Fähranlegern sowie die Schaffung von ca. 40 ha netto Gewerbe-Baulandflächen für hafenaffine Unternehmen und Logistik-Dienstleistern aus ganz Europa im direkten Umfeld des Skandinavienkais.

 

Die Projektpartner der KWL bei der Realisierung sind die Lübecker Hafen-Gesellschaft sowie die Hansestadt Lübeck, Bereich Wasser und Hafen.

 

Hauptaufgabe der KWL ist hierbei die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung durch die Realisierung der geplanten Gewerbegebiete. Die KWL nimmt konkret die Funktion eines Erschließungsträgers wahr. Durch die Übernahme der Aufgaben Grunderwerb, Begleitung und Mitgestaltung im Rahmen der Bebauungsplanung, Durchführung von Bodenordnungs- und Erschließungsmaßnahmen und Vermarktung, soll die Ansiedlung von kompatiblen Dienstleistungs- und Gewerbebetrieben im unmittelbaren Bereich des Hafens gewährleistet sein.

 

Die Investition der gesamten Baumaßnahme inkl. Grunderwerb etc. ist auf rund 27 Mio. € zu beziffern.

 

Mit den Bauarbeiten wurde Mitte Juli 2004 begonnen.

Als erster Schritt wurden die Flächen im Massenausgleich profiliert, um die geplanten Geländehöhen im späteren Gewerbegebiet zu erreichen. Allein für die Gewerbegebietsflächen wurden insgesamt ca. 290.000 m³ bewegt. Ehemalige Spülpolder erforderten einen Bodenaustausch von ca. 57.000 m³ nicht tragfähigem Boden.

Bis Anfang 2005 wurde die Haupt-Regenentwässerungsleitung (DN 1600) über bestehende Hafenflächen des Skandinavienkais mit Hilfe eines unterirdischen Druckluft-Vortriebverfahrens von einer Spezial-Tiefbaufirma errichtet, um den laufenden Hafenbetrieb nicht übermäßig zu behindern. Im Rahmen des Vortriebs stieß die Baufirma auf mehrere eiszeitliche Findlinge im Untergrund.

Von Oktober 2004 bis Anfang Juni 2005 fand die Verlegung der Ver- und Entsorgungssysteme in den Gewerbegebieten Skandinavienkai -Nord (Ivendorf) und -Süd (Sandfeld) sowie im Bereich der Travemünder Landstraße (K20) und der Ovendorfer Straße statt. In diesem Zuge wurden auch die Trassen der beiden neuen Zufahrtsstraßen in die Gewerbegebiete hergestellt, die seit Anfang Juli 2005 mit Asphalt befestigt sind.

Um anfallendes Regenwasser aus beiden Gewerbegebieten zu sammeln und der o. a. Haupt-Regenentwässerungsleitung zuführen zu können, wurde hierfür die Kanalisation in der K20 hergestellt. Das Regenwasser wird nun über ein neu errichtetes Regenklärbecken im Bereich Borndiek von Schwebstoffen und Sedimenten getrennt und über das ebenfalls am Ende der Haupt-Regenwasserleitung im Hafen neu gebaute Auslaufbauwerk der Trave zugeführt. Ein unterirdisches Abschlagbauwerk regelt seit Inbetriebnahme Anfang Mai 2005 die Verteilung des Oberflächenwassers.

Seit Mitte Juni 2005 befindet sich im Gewerbegebiet Nord ein Schmutzwasser-Pumpwerk. Das dort aus beiden Gewerbegebieten gesammelte und zugeführte Schmutzwasser soll über SW-Druckrohrleitungen zur im Bau befindlichen SW-Vorflut nach Ivendorf gepumpt werden. Die Inbetriebnahme wird voraussichtlich im Sommer 2006 stattfinden.

Im Rahmen der Hafenflächenerweiterung wurde die K20 im September gesperrt. Eine Zufahrt über die Travemünder Allee nach Travemünde ist nun nicht mehr möglich! Mit dem PKW kann Travemünde über die B 75 angefahren werden. Für Radfahrer führt ein neu angelegter Weg angrenzend am Gewerbegebiet –Nord über die neue Bahnbrücke (Gleisverlegung) in Richtung Ivendorf nach Travemünde. Die Bodenskulptur lädt zum Verweilen mit schöner Aussichtsmöglichkeit über Travemünde, Priwall und Skandinavienkai ein.

Zuletzt wurde im Oktober 2005 die K20 im Bereich der Gewerbegebietszufahrten umgebaut, so dass die Erschließung der Gewerbegebiete nun fertig gestellt ist.

Am 06.12.2005 wurden die Gewerbegebiete am Skandinavienkai offiziell im Rahmen eines kleinen aber feinen Einweihungsfestes durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Herrn Bernd Saxe und durch den Geschäftsführer der KWL GmbH, Herrn Dirk Gerdes eröffnet. In Ergänzung zum straffen Bauzeitenplan läuft die Vermarktung der Gewerbeflächen am Skandinavienkai bereits seit Beginn des Jahres 2004. Erste Kaufverträge wurden bereits mit Investoren abgeschlossen. Die Vermarktung findet in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung LÜBECK GmbH (www.luebeck.org) statt.